SAISONRÜCKBLICK UND REGATTA-BERICHTE 2015

Überblick über die Saison

von Torsten Steiger, Rudertrainer

Wir hatten uns viel vorgenommen: „Mehr Regatten“ war die einhellige Forderung der Sportler beim Saisonabschluss 2014 gewesen – die Erfolge des vergangenen Jahres und die Aussicht die Kooperation mit den Sportlern vom Hersfelder RV zu intensivieren, hatten wohl Lust auf mehr gemacht. Voraussetzung dafür war allerdings, dass wir das Problem der Renngemeinschaften, das schon zum zweiten Mal in Folge unsere Teilnahme an den Landesmeisterschaften verhindert hatte, endlich lösen würden. Als sich aber über den Winter abzeichnete, dass diese Änderung des Reglements nicht zu erreichen ist, einigten sich RCN und DSW dahingehend, die Sportler künftig so auf die Vereine zu verteilen, dass wir nicht mehr als Renngemeinschaften antreten müssten.

Den Winter verbrachten die jugendlichen Regattafahrer – also Anika und Björn für den DSW sowie Lara, Theo und René für den RCN - mit der bewährten Mischung aus Rudern, Ergometer und Krafttraining (Ein Zeitungsartikel geschrieben von Anika Haulsen).

Die letzte Stufe der Saisonvorbereitung bildete, wie schon im Vorjahr, ein Trainingslager in den Osterferien. Drei Einheiten pro Tag, dazu die Notwendigkeit sich komplett selbst zu versorgen, forderten die sieben Sportler und ihren Trainer gleichermaßen. Hier zeigte sich der Teamgeist der Gruppe. Angesichts der frostigen Temperaturen, die zu dieser Zeit nicht nur nachts noch herrschten, waren wir für den Komfort im Bootshaus des DSW durchaus dankbar.

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Die ursprünglich als Saisonauftakt anvisierte Regatta der Offenbacher Undine wurde leider kurzfristig abgesagt. Als wir dann aufgrund der Schulabschlussprüfungen von Björn und Theo auch nicht in Heidelberg starten konnten, beschlossen wir kurzerhand Gießen in unseren Regattakalender aufzunehmen, auch wenn die unbekannte Strecke keine leichte Aufgabe sein würde.

Kassel und Offenbach-Bürgel, die beiden verbleibenden Regatten der Frühjahrsrunde stellten wieder ein bekanntes Terrain dar und zeitigten erfreuliche Erfolge für alle vier Teilnehmer. Allerdings erlitt das Viererprojekt durch eine Umbesetzung auf Hersfelder Seite einen bedauerlichen Rückschlag.

Die Herbstrunde begann mit der Regatta im Schiersteiner Hafen, die wir aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen und Terminproblemen nur in reduzierter Besetzung fahren konnten. Doch auch hier gab es Siege zu verbuchen. Außerdem kam zum ersten Mal der neue Stolz des Jungclubs, der nagelneue Zweier aus dem Hause Empacher zum Einsatz.

Als sich im Vorfeld der Großauheimer Regatta ein ähnliches Szenario abzeichnete, beschlossen wir, nur mit den Kandidaten für die Landesmeisterschaften anzutreten, zumal dies die letzte Möglichkeit vor dem Saisonfinale sein würde, Erfahrungen im Vierer zu sammeln. Aber ein Telefonanruf aus der Notaufnahme am Freitag vor der Regatta machte auch diesen Plan zunichte: Björn war nach einer Kollision im Schulsport mit Verdacht auf Knöchelbruch oder Bänderriss ins Krankenhaus eingeliefert worden. Damit stand auch die Teilnahme an den Landesmeisterschaften auf der Kippe. Nach Tagen der Ungewissheit bekam Björn trotz eines zweifachen Bänderrisses das OK seines Arztes – und so brachen wir mit einem mulmigen Gefühl nach Nordhessen auf.

Dass Björn und Theo dort trotz dieser Widrigkeiten nach einem packenden Rennen im Zweier-ohne auf das Siegertreppchen steigen konnten, belegte eindrucksvoll, dass sich die Arbeit des Jahres gelohnt hat. Auch Anika und Lars schlugen sich in diesem anspruchsvollen Teilnehmerfeld sehr wacker.

Auch wenn im Verlauf der Saison vieles nicht wie geplant gelaufen ist, haben die Sportler sich in vielen Bereichen verbessert und neues Terrain erschlossen. So bleibt zu hoffen, dass wir in der Saison 2016 an das Erreichte anknüpfen und das erreichen können, was wir uns schon für 2015 vorgenommen hatten: „Mehr Regatten!“

Regattaberichte der Jugendlichen

Regatta Gießen

von Anika Haulsen

Die erste Regatta, die wir dieses Jahr fuhren, war in Gießen. Es war eine Strecke von 1000m, was uns alle nicht unbedingt begeisterte, da wir doch eher Fans von kürzeren Distanzen sind. Zudem kam, dass das erste Rennen bereits samstagmorgens war. Da wir erst noch nach Gießen anreisen mussten, bedeutete das für uns seeeehr frühes Aufstehen.

Jedoch besserte sich unsere Laune, sobald wir auf dem Regattaplatz eintrafen. Björns Eltern waren bereits hergefahren und hatten uns einen Wohnwagen auf dem Platz hinterlassen. Außerdem war das Wetter vielversprechend und die Musik nicht halb so nervig wie auf den anderen Regatten.

Die Rennen samstags von Björn und Anika im Einer und von Björn und Theo in Riemen-, Doppelzweier und Vierer verliefen gut, jedoch reichte es nur für Zweit- und Drittplatzierungen. Die Strecke hatte sich als sehr eng und nur für Leute mit Steuerbegabung erwiesen. Außerdem war sie nach wie vor viel zu lang.

Nach einem sehr leckeren Burger, aber einer viel zu kurzen Nacht im Wohnwagen hatten auch Lara und Anika Sonntagmorgen ihr Zweierrennen. Nachmittags kamen noch René und Sebastian dazu, die wie Lara und Theo ihr Einer-Rennen Sonntagnachmittag hatten. Für Theo reichte es bei diesem Rennen sogar für einen Sieg.

Regatta Offenbach-Bürgel

von Lara Berges

Am 11. und 12. Juli fand die Regatta in Offenbach,Bürgel statt. Sehr lange zwei Tage: der erste Start war Samstag 8:30, der Letzte am Sonntagabend um 18:15.

Wir gingen mit schönstem Wetter an den Start und fuhren auch gleich einen Sieg im Einer durch Anika Haulsen ein. Der Rest des Tages waren knappe Zweitplatzierungen und eine weitere Erstplatzierung durch Björn Norgaard. Nach einer interessanten Nacht, gingen wir wieder frisch und munter an den Start. Trotz schönem Wetter gelangen jedoch nur Zweitplatzierungen. Alles in allem war die Regatta jedoch erfolgreich und hat viel Spaß gemacht.

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Regatta Kassel

von René Czerny

Auch dieses Jahr fuhren wir mit unserem Vereinsbus Freitagnachmittag nach Kassel los. Schon als wir aufbrachen, versprach das Wochenende etwas Besonderes zu werden. Mit guter Laune und den Booten im Gepäck starteten wir zur 79. Kassler Ruderregatta. Auch ich war dieses Jahr nicht zu ersten Mal dabei und freute mich die bekannte Strecke wiederzusehen.

Das Wetter war samstags kalt aber sonnig, es herrschten also die perfekten Bedingungen zum Rudern vor. Ich startete als Erster für den Verein in der Disziplin 3000 Meter, dafür musste ich schon um 9:36 Uhr auf dem Wasser sein. Den ganzen Tag konnte ich dann meinen Kameraden beim Rudern zuschauen und beglückwünschen.

Nachdem wir müde und geschafft vom Wasser kamen (denn schließlich ruderten manche bis um 17:24), konnten wir uns in der Unterkunft erneut ausruhen und neue Kraft tanken. Ein großes Dankeschön hierbei an die Organisation, die Verpflegung war top! Gemeinsam ließen wir den Abend bei einem netten Italiener ausklingen und freuten uns schon auf den nächsten Tag, an dem wir noch einmal so richtig durchstarten wollten. Auch sonntags gaben wir unser Bestes und konnten jeden Platz belegen, wobei der erste Platz zwei Mal vergeben war (Björn /Theo und Rene) und der zweite sogar vier Mal (Anika/Lara, Björn/Theo, Björn / Theo /Bad Hersfeld, Lara). Abends kamen wir zwar völlig fertig nach Hause, hatten aber ein erfolgreiches und lustiges Wochenende erlebt.

Regatta Wiesbaden-Schierstein

von Theo Wolf

Die Regatta in Wiesbaden Schierstein am 11 und 13.11. 2015 war wie jedes Jahr ein Höhepunkt in unserer Regatta-Saison. Auch dieses Jahr beluden wir den Hänger bereits am Freitagnachmittag um Zeit zu sparen.

Als wir am Samstagmorgen den Regatta Platz betraten war das Wetter bereits schön mit Sonnenschein und 24 Grad. Die ersten Rennen starteten bereits gegen 9 Uhr. Auch die ersten Siege waren schnell eingefahren. Theo und Björn konnten sich sowohl im Doppel 2er als auch im Riemen 2er den Sieg holen. Auch Lara und Anika sowie René konnten gute Rennen bestreiten.

Am Sonntag dem 2. Regatta-Tag war das Wetter leider nicht so schön wie am Samstag. Doch Theo schaffte es trotz widrigster Bedingungen einen Sieg für uns zu ergattern. Auch einige zweite und dritte Plätze konnten die Sportler klar machen. Alles in allem war es also wieder eine schöne und siegreiche Regatta für die Sportler des DSW und RCN sowie ihren Trainer Dr. Torsten Steiger.