Rundum gelungen

Regen und Sturm. Das Thermometer zeigt nur sechs Grad.  Schnell noch ein Blick auf den Kalender. Steht dort: „Schnee- und Eisfahrt“? Nein, für den 17. 4. ist eindeutig „Anpaddeln“ eingetragen. Also los zum Bootshaus. Auch dort trübe Stimmung, lange Gesichter unter den Unentwegten, die sich eingefunden haben, um gemeinsam mit den anderen Vereinen am Altrhein offiziell die Wassersportsaison 2016 einzuläuten. Die heftigen Niederschläge während der ganzen Nacht sind inzwischen in Nieselregen übergegangen, über dem Wasser wabern Nebelschwaden und die Temperaturen liegen gefühlt auch nur knapp über dem Gefrierpunkt. Typisches Aprilwetter eben, also nicht gerade besonders einladend für einen Ausflug im Boot. Daher hat sich wohl mancher nach einem Blick aus dem Fenster fürs Weiterschlummern entschlossen, nach dem Motto: Lieber Bettdecke als Spritzdecke. Doch echte Wassersportler sind es gewohnt, nass zu werden. Außerdem ist Regen für uns durchaus etwas Angenehmes, denn schließlich muss das viele Wasser, auf das wir immer hoffen, ja irgendwoher kommen. Und so lockt an diesem Tag immerhin der recht hohe Wasserstand doch einige Kanuten in die Boote, außerdem versprechen der kräftige Wind und auch der Wetterbericht eine allmähliche Besserung. Bis zehn Uhr haben sich schließlich fünfzehn Wassersportfreunde im Bootshaus eingefunden, so dass neben dem Großkanadier auch einige Paddelboote zu Wasser gelassen werden können. Die Ruderer haben es dieses Mal vorgezogen, zu Hause zu bleiben. Verständlich, denn für sie gibt es ja auch keine Spritzdecken.

Nach und nach lichten sich die Wolken und die Sonne kommt heraus, so dass die gut verpackten Bootsbesatzungen bald nass vor Schweiß anstatt vom Regen sind. Auch dieses Jahr führt die traditionelle Strecke den Altrhein abwärts auf die andere Rheinseite, wo sich ein Teil der Kanuten zusammen mit den Mitgliedern anderer Vereine im Bootshaus der Wassersportfreunde Guntersblum trifft. Eine zweite Gruppe macht es sich beim „Blüm“ gemütlich und studiert die Speisekarte des unter neuer Leitung wiedereröffneten Traditionslokals.

Frisch gestärkt besteigen wir am Nachmittag wieder die Boote. Nach einem guten Schoppen lässt sich bei blauem Himmel und Sonnenschein das Paddel doch gleich viel besser schwingen. Deshalb beschließen die meisten Paddler, nicht auf direktem Weg zurück zum Bootshaus zu fahren, sondern über die Südspitze. So wird das zaghafte „Anpaddeln“ doch noch zu einer ausgewachsenen Tour rund um den Kühkopf.

Vielleicht können wir Wassersportler die Launen des Wettergottes an diesem Tag als gutes Zeichen dafür deuten, dass uns eine Saison mit genügend Wasser und bestem Wetter bevorsteht.

 

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