Fronleichnamstour an Naab und Regen.

Trotz stundenlanger Staus auf Deutschlands Autobahnen hatten es gegen 21.30 Uhr alle zehn Teilnehmer geschafft Kallmünz die Perle des Naabtals zu erreichen. Jan und Edda logierten im Privatquartier, Johannes, Jörg, Edith, Steffi, Werner, Eberhard, Trude, Winfried und ich auf dem Jugendzeltplatz Zaar am Ufer der Naab.

Viele Gruppen hatten ihre Zeltburgen rund um die zahlreichen Feuerstellen aufgebaut. Diese wurden auch reichlich genutzt. Einerseits um die doch recht kühle Abendluft zu vertreiben. Andererseits zum Grillen und zubereiten von Heißgetränken aller Art.

Pünktlich am nächsten Morgen erschienen nicht nur Jan und Edda mit einer riesigen Brötchentüte an unserer Frühstückstafel, auch die Sonne traute sich zwischen den Wolken hervor. Einem gemütlichen Frühstück stand nichts mehr im Wege. Das naturbelassene Naabufer hinter uns und vor uns der Blick auf die Burgruine über Kallmünz bildete die Kulisse.

Mit dem letzten Kaffee setzte allgemeine Aufbruchsstimmung ein. Binnen kürzester Zeit waren alle Boote geladen, die Autos gepackt und los ging es zur Einsatzstelle Katzdorf. 18 Naabkilometer und drei Wehre standen auf dem Programm.

Die Naab zeigte sich als ruhiger Wanderfluss mit wenig Strömung. In Ruhe konnten wir die schöne Landschaft genießen. Dafür, dass es nicht gar so ruhig wurde sorgten die drei, leider unfahrbaren Wehre. Die Devise hieß jeweils – aussteigen, umtragen und zweimal mit Kletterpartie und einmal mit langen Armen auf der anderen Seite wieder einsteigen. Zufrieden landeten wir gegen Abend direkt am Zeltplatz Zaar an. Den Abend ließen wir im Landgasthof Birnthaler, auf der anderen Seite von Kallmünz ausklingen. Laut Kanuführer der weltbeste Biergarten.

Am Tag darauf stand auf dem Programm eine Fahrt auf dem Regen, 23 km von Nitteau nach Regenstauf, mit nur zwei Wehren. Dicke Runde Steine im Wasser, manche nur schlecht oder in letzter Minute zu erkennen, kleinere Stromschellen und eine wunderbare Landschaft machten die Fahrt zum Genuss. Der wurde auch nicht sonderlich durch den Rückstau an beiden Wehren getrübt. Übung im Umtragen hatten wir ja bereits. In der Pause sorgten Jan und Jörg dafür, dass niemand verdursten musste. Sie holten im nahegelegen Ort Wunschgetränke. Leider gab es keinen Kaffee.

Nach einem leckeren Abendessen beim Italiener und einem Fußmarsch zurück trafen sich die, die noch nicht müde waren auf unserem Platz zu einem „Gute Nacht Schluck“. Wir genossen die nächtliche Stimmung, den Sternenhimmel und den aufsteigenden Nebel der über dem Wasser waberte. Eine wunderbare und erholsame Atmosphäre.

Am dritten und letzten Paddeltag teilte sich die Gruppe. Trude, Edda und ich entschieden uns für Füße bewegen. Wir stiegen zur Burgruine hoch, von der man einen guten Überblick über das Naabtal und Kallmünz hat, besichtigten die Kirche und die Stadt. Die Paddler entschieden sich auf der Vils zu paddeln. Sie setzten bei Harschdorf ein, paddelten auf der Vils bis zur Mündung in die Naab und noch ein Stück Naab aufwärts bis zum Zeltplatz. Auf den 17 Paddelkilometern waren fünf Wehre zu bewältigen. Trotzdem berichteten am Abend alle begeistert von dem schmalen aber sehr schönen Flusslauf.

Am Sonntag hieß es dann – auf Richtung Heimat. Leider, leider wieder mit dicken, langen Staus auf den Autobahnen.

Dies war jedoch nur ein kleiner Wehrmutstropfen an einem ansonsten sehr schönen Paddelwochenende. Johannes vielen Dank für deine gute Organisation.

Mechthild

 

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