Auf dem Stundenplan: Wasserspiele

Projektwoche der Martin-Niemöller-Schule Riedstadt am Bootshaus des DSW

Rechtzeitig zum Schuljahresende stellte sich doch noch der Sommer ein. Und so traf es sich gut, dass einige Schülerinnen und Schüler der MNS in der vorletzten Schulwoche im Rahmen ihrer Projektwoche zu Gast am Altrhein waren. Aus fast dreihundert Bewerbungen für dieses Projekt hatten die Organisatoren zwanzig Schülerinnen und Schüler ausgesucht. Zusammen mit ihrer Lehrerin, Meike Matzunsky, bekamen sie fünf Tage lang eine Einführung ins Paddeln. Aufgeteilt in zwei Gruppen und betreut von sechs Mitgliedern der Wassersportabteilung lernten sie den Umgang mit den verschiedenen Bootsgattungen, erfuhren etwas über das Naturschutzgebiet Kühkopf und genossen bei dem heißen Wetter eine willkommene Abkühlung auf dem und im Wasser.

Angefangen vom Paddeln im Großkanadier über die verschiedenen Kajaks bis hin zum trendigen SUP konnten sie alles ausprobieren, was möglich war. Dass man einen offenen Kanadier einseitig mit dem Stechpaddel fährt, ließ sich leicht lernen. Schwieriger war es durchaus, ein solches Boot auch zu steuern. Reihum durften sich alle mal als Steuermann oder –frau versuchen. Während das Geradeausfahren anfänglich für manche schwierig war, konnten am Schluss alle eine gerade Linie auf dem Wasser ziehen.

Im Kajak, mit einem Doppelpaddel in den Händen, musste man erst einmal das richtige Drehen des Paddels üben, um einigermaßen vorwärts zu kommen. Auch das Steuern ohne Ruder wollte gelernt sein. Schließlich soll das Boot ja vorwärts fahren, anstatt sich immer nur im Kreis zu drehen. Schnell merkte man, wer hier ein Gefühl für die richtige Paddelführung hatte. Wenn dann beim Zweier auch noch das gleichmäßige synchrone Paddeln klappte, war das schon die hohe Schule des Kajakfahrens.

Dass Kajaks kippelig sind, merkte man bereits beim Einsteigen. Wie komme ich ins Boot, ohne umzufallen? Was muss ich tun, um nicht zu kentern? Was mache ich, wenn ich doch mal im Wasser liege? Das alles wurde trainiert, wobei sich bei dem heißen Wetter besonders die Kenterübungen mit anschließendem Aus- und Einsteigen im Wasser großer Beliebtheit erfreuten.

Wer wollte, konnte auch das Stand-UP-Paddling ausprobieren und sich einmal auf das flache Brett stellen, das mit einem langen Paddel bewegt wird. Auch dabei nahm mancher ein mehr oder weniger unfreiwilliges Bad im Altrhein. Aber Spaß machte es offensichtlich trotzdem.

Am letzten Tag standen einige sportliche Wettkämpfe auf dem Programm. Zunächst wurde in zwei Mannschaften ein abgesteckter Rennkurs mit dem Kajak gefahren, bei dem immer zwei Starter einen Punkt für ihre Mannschaft holen konnten. Anschließend gab es spannende Matches im Wasserpolo, bei denen die kleinen Boote mehr unter als über dem Wasser liegen und der Ball in einen schwimmenden Korb befördert werden muss. Hier bewährten sich diejenigen, die inzwischen gelernt hatten, ihr Kajak zu beherrschen und auch vor dem Kontakt mit dem nassen Element keine Angst hatten.

Beim abschließenden Imbiss und dem gemeinsamen Betrachten der während der Woche entstandenen Fotos waren sich alle einig: Schön war‘s! Und der eine oder die andere hat sich vorgenommen, ab jetzt regelmäßig zum Bootshaus zu kommen und ins Boot zu steigen.

 

Johannes Kollmann

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