Wesermarathon 2019

Kai und ich hatten uns vorgenommen, am diesjährigen Wesermarathon teilzunehmen. Für mich war es das erste Mal, Kai war schon ein paar Mal dabei. Weil man dann ja schon in der Gegend ist, haben wir am Vortag auch noch die Werraland-Rallye mitgemacht. So fuhren wir am Freitag den 3. Mai mit unseren Booten nach Eschwege zum Kanu-Club, schlugen dort unsere Zelte auf, legten die Boote parat, gingen in die Stadt zum Essen, dann noch auf ein Bier mit anderen Kanuten ins Bootshaus und endlich in die Schlafsäcke, den um sechs Uhr früh war die Nacht um. Wir wachten mit Regen auf, packten zusammen, frühstückten spärlich, machten die Boote klar aber die nassen Zelte ließen wir stehen. Um halb acht legten wir ab, eine halbe Stunde vor dem offiziellen Start, da wir es eilig hatten, nach Witzen hausen zu kommen, eine Strecke von 39 km mit einer Umtragung in Allendorf. Denn dort fuhr um 12:30 der Bus zurück nach Eschwege zum Auto-Versetzen. Dank der guten Strömung der Werra waren wir schon um 12 Uhr in Witzenhausen und konnten noch eine Bratwurst essen, bevor wir zurück fuhren.

In Eschwege bauten wir die Zelte ab, die inzwischen fast trocken waren, weil der Regen während des Paddelns aufgehört hatte. Dann ging die Fahrt wieder nach Witzenhausen, um die Boote aufzuladen und weiter nach Hann. Münden. Nun ging es primär darum, die Logistik für den Wesermarathon am nächsten Tag zu absolvieren. Die war wieder anspruchsvoll, denn der Bus von unserem Zielort Holzminden fuhr schon um  16:30 zurück nach Münden. So luden wir die Boote bei der Jugendherberge in Münden ab und das Gepäck aus, denn wir hatten keine Lust, bei dem Wetter noch einmal zu zelten. Aber es war nicht sicher, ob wir dort ein Bett bekommen.

Ich erreichte Holzminden mit dem Auto rechtzeitig zur Abfahrt des Busses und während der Rückfahrt hat Kai ein Zimmer in der JH bekommen, weil jemand abgesagt hatte. Zum Essen gingen wir in die schöne Altstadt von Hann. Münden und nach einer geruhsamen Nacht im Bett und dem Frühstück in der JH gingen wir sonntagmorgens um kurz nach sechs aufs Wasser. Die Boote waren von Raureif überzogen aber es war trocken. Die Fahrt ging ziemlich flott voran bei der Strömung der Weser, obwohl der Wind doch meistens von vorne kam. Etwa um halb zwölf erreichten wir die Pausenstelle am Bootshaus des WSV Beverungen bei Km 52. Dort wurden die Energiespeicher wieder aufgefüllt, um die restlichen 28 km auch noch zu schaffen.

In Holzminden gab es einen Stempel ins Fahrtenbuch und ein Geschenk sowie Kaffee und Kuchen, bevor wir die Rückfahrt antraten, in Hann. Münden den zurückgelassenen Krempel aufsammelten und wieder gen Heimat fuhren.

Fazit:

Am Wesermarathon teilzunehmen, lohnt sich auf jeden Fall, schon wegen der bereitgestellten Logistik. Ihn mit der Werraland-Rallye zu kombinieren, ist nicht ratsam, weil die Umsetzerei zu aufwändig ist. Besser wäre es, am Vortag eine Strecke auf Werra oder Fulda zu paddeln, wo man in Hann. Münden ankommt.

Aus der örtlichen Presse, 05.05.19 16:04:

Mehr als 1300 Kanuten und Ruderer haben beim 49. Wesermarathon mitgemacht. Bei dem Sportereignis auf der Oberweser sind die Wassersportler am frühen Sonntagmorgen in Hann. Münden gestartet.

Das sagte eine Sprecherin der Organisatoren am Sonntag. Je nach Kondition können bei dem Marathon drei unterschiedliche Streckenlängen gewählt werden.

Erfolgreiche Teilnehmer der 53 Kilometer langen Strecke bis Beverungen (Nordrhein-Westfalen) erhielten am Zielort einen bronzefarbenen Bootsaufkleber. Wer die 80 Kilometer bis Holzminden (Niedersachsen) schaffte, wurde mit einem silberfarbenen Aufkleber belohnt. Auf der mit 135 Kilometern längsten Strecke bis nach Hameln (Niedersachsen) bekamen erfolgreiche Sportler am Zielort einen goldenen Aufkleber. Dafür mussten die Teilnehmer in bestimmten Zeitspannen am Ziel ankommen.

Besonderes Augenmerk lag auf einem Drachenboot mit 50 Sportlern, das die Strecke bis nach Hameln in unter zehn Stunden absolvieren wollte. Neben den vielen Kanuten und Ruderern nahm auch ein Mann am Marathon auf einem Stand-up-Boot teil. "Alles ist erlaubt, solange es keinen Motor hat", sagte die Sprecherin.

 

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Ein 25-Meter-Drachenboot fährt beim Wesermarathon durch den Nebel. Rund 1300 Teilnehmer starten auf verschiedenen Streckenlängen mit ihren Booten beim Marathon auf der Weser in Richtung Hameln.

 

© Swen Pförtner/dpa